Die Macher von THE MACHINE GIRL setzen
noch einen drauf. Der Spaß geht weiter!
Japan in der nahen Zukunft: Die Polizei wurde privatisiert.
In TV-Werbespots wirbt die Tokyo Police
Corporation, genannt „Tokyo Gore Police“, für ihre
Dienste als Freund und Helfer. Raku (die unterkühlte
Eihi Shiina aus Miikes AUDITION) ist eine Elitepolizistin,
die sogenannte „Engineers“ jagt,
mutierte Menschen, die zerstörte oder abgetrennte
Gliedmaßen in sekundenschnelle durch nachgewachsene
Waffen ersetzen können. Um einen Engineer
zu töten, muss man einen schlüsselförmigen
Tumor innerhalb dessen Körpers zerstören. Die Direktive
lautet „Kill all engineers“, was Raku mit Hilfe
ihres Samuraischwertes wie keine andere beherrscht.
Gleichzeitig versucht sie die Ermordung
ihres Vaters, der ebenfalls Polizist war und vor ihren
Augen abgeschlachtet wurde, zu verarbeiten und
aufzuklären.
Diese Story ist Auslöser für ein Gore-Feuerwerk, was
seinesgleichen sucht. Die Hunderte von Litern
Kunstblut dürften der größte Einzelposten im Budget
des Filmes gewesen sein. Der Aderlass in zeitgenössischen
amerikanischen und französischen
Filmen ist nichts verglichen mit den konstanten Blutfontänen
in TGP. Und überdurchschnittlich einfallsreich
und grotesk sind die Splattereinlagen auch,
oder fällt jemandem ein anderer Film ein, in dem
säureschießende Brüste und eine Peniskanone als
Waffen eingesetzt werden? Durchaus solide Production
Values und zahlreiche satirische Seitenhiebe
auf die japanische Gesellschaft und Popkultur
im allgemeinen brauchen den Vergleich mit eindeutigen
Vorbildern wie ROBOCOP nicht zu
scheuen… (fb)
TOKYO GORE POLICE schaut aus wie ROBOCOP
auf Splatter-Drogen. Der Film ist tatsächlich NOCH
durchgedrehter als THE MACHINE GIRL, was gar
nicht mal so einfach ist, und setzt konsequent auf
Tempo, Blut und bizarre Latexkreationen zwischen
Dali, Giger und „ALDER – was war DAS denn!?“ Ein
Fest für alle Freunde vogelwilder anything-goes-Wundertüten; radikales Mitternachts-Chaos to the
max! (Martin Beck, deadline magazin)
The blood doesn’t just gush in Yoshihiro Nishimura’s
TOKYO GORE POLICE; it sprays like a firehose
from severed limbs and heads and assorted other
bodily injuries. By the film’s end, one of the characters
is actually jet-propelling himself through the
air with the plasma blasting out of the stumps
where his legs used to be. Nishimura, who as a
makeup FX artist has contributed to the over-thetop
likes of MEATBALL MACHINE and THE MACHINE
GIRL, clearly intended to outdo them all in
terms of wild and crazy gags in this directorial venture,
and the movie also has a gloss and polish
above those low-budget predecessors.
There are hints of everyone from Mario Bava to fellow
countryman Seijun Suzuki in Nishimura’s colordrenched
visual style, and a touch of Paul
Verhoeven in the faux TV promos he uses to set up
the world he and co-scripter Kengo (UZUMAKI) Kaji
have created. (Fangoria)
Ready for the blood-racing ride to the ultimate extreme
of imagination, flooded with bloody gore,
cruelty, eccentricity, grotesqueness, bodily mutilation,
outrageousness and mockery? (PiFan)
Yoshihiro
Nishimura
Geboren 1967 in Japan.
Gilt als Ikone des japanischen
Independentkinos
und ist vor allem als
Special Effects-Mann bekannt
(u.a. SUICIDE
CLUB, STRANGE CIRCUS,
SUKEBAN BOY, THE MACHINE
GIRL). Arbeitet
auch als Drehbuchautor, Production Designer, Kameramann
und Schauspieler. Nach seinem Debütfilm
SPEAKERMAN: THE BOO ist TOKYO GORE
POLICE die zweite Regiearbeit.