CI-QING
Drama / Romance
Taiwan 2007 · 94 Min. · Regie: Zero Chou
Darsteller: Rainie Yang, Isabella Leong, Shen Jian-hung u.a.
Weltvertrieb: Three Dots Entertainment · Verleih: JAM Entertainment
35mm · OmeU · Erstaufführung
Hinter jedem Tattoo verbirgt sich ein Geheimnis.
Takeko (Isabella Leong) hat das Bild eines geheimnisvollen
Tattoos in ihrem Studio hängen. Es zeigt
eine goldene Spinnenlilie (Lycoris Aurea), die
Blume des Todes, die zu beiden Seiten des Pfades
in das Totenreich wächst. Jade (Rainie Yang) bewundert
dieses Meisterstück. So ein Tattoo möchte
sie unbedingt haben. Aber die freundliche Takeko
zögert. Jade weiß nicht, dass auf dem Bild das Tattoo
von Takekos totem Vater abgebildet ist und dass
die Frauen sich vor vielen Jahren schon einmal begegnet
sind.
Vor zehn Jahren überlebte Takeko das Erdbeben,
bei dem ihr Vater getötet wurde und ihr jüngerer
Bruder in ein Koma fiel. Seither lebt er in einer Klinik.
Damals beschloss Takeko, wie ihr Vater Tätowierer
zu werden. Sie begann eine Lehre bei dem
großen Künstler Sensei Yoshi und trug schon bald
ein ganz privates Geheimnis auf ihrem Arm – die
schicksalhafte Spinnenlilie, das letzte Bild, das Takekos
Bruder sah, bevor er ins Koma fiel. In Jade
hatte sie damals eine große Bewunderin. Und Jade
war es auch, die behauptet hatte, ihre eigene Mutter
sei bei dem Erdbeben gestorben, eine Lüge, die
zum Bruch der Freundschaft führte.
Jetzt ist Jade 18 Jahre alt und gibt Takeko ihre Karte.
Kaum vom Besuch ihres immer noch kranken Bruders
heimgekehrt, geht Takeko online, um sich
Jades Homepage anzusehen. Und so erfährt sie,
dass sich hinter Jade nicht nur eine junge Studentin
verbirgt, sondern auch ein Webcam-Girl, das mit
Cybersex Geld verdient. Unversehens geraten die
jungen Frauen in das Zentrum einer geheimen Polizeiaktion,
von der beide nichts ahnen. (Berlinale)
Die Geschichte der beiden so unterschiedlichen
Frauen erzählt Chou mit ruhigem Tonfall und sensiblem
Blick. „Besonders erfreulich – gerade im Hinblick
auf den Anspruch des queeren Kinos auf
Akzeptanz – ist die immer noch seltene Tatsache,
dass der Film die Thematik der lesbischen Liebe in
keinem Moment problematisiert, sondern mit ihr als
etwas ganz Selbstverständlichem umgeht.“
(arte.tv)
„Prämiert für seine symbolische und vielschichtige
Reflexion von Liebe, Verlust und das iedererleben
von Gefühlen durch Erinnerung“. (Teddy Award)
Behind every tattoo there is a secret. Taiwanese
pop icon Rainie Yang stars as Jade a spunky webcam
girl lustfully pursuing her first love Takeko (the
strikingly handsome Isabella Leong) a Taipei tattoo
artist. Meanwhile an undercover agent is investigating
Jade’s webcam activity and Takeko is grappling
with the tragedies of her past. From Taiwan´s
hottest female director Zero Chou this youthful melodrama
is a cinematic exploration of love and memory
featuring an awesome soundtrack and a
great cast.
Present secrets and past desires spill out in this
dreamy exploration of childhood crushes, adult
guilt and erotic longing. (Seattle International Film
Festival)
Breathtaking...beautiful! (San Francisco Chronicle)
Zero Chou
Geboren 1969 in Keelung,
Taiwan. Gilt als eine
der hoffnungsvollsten Talente
des neuen taiwanesischen
Kinos. Nach einem
Dokumentarfilm drehte
sie 2004 das Drag Queen-
Drama SPLENDID FLOAT.
Ihre nächsten Projekte,
SPIDER LILIES und DRIFTING
FLOWERS, wurden offiziell zur Berlinale eingeladen,
wo sie für ihren Spielfilm SPIDER LILIES
den Teddy Award für den besten Spielfilm erhielt.