Asia Filmfest 2008
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Munich, Oct. 30 - Nov. 9 | Berlin & Hamburg, Nov. 14 - 16, 2008  
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LOVEDEATH - Director´s Cut
Action
Japan 2006 · 158 Min. · Regie: Ryuhei Kitamura
Darsteller: Shinji Takeda, Nora, Eiichiro Funakoshi u.a.
Weltvertrieb: Bogeydom Licensing
35mm · OmeU · Erstaufführung
Website | Filmtrailer

Der Yakuza-Laufbursche Sai (Shinji Takeda) und die ebenso hübsche, wie naive und abgezockte Sheela (Nora) verlieben sich in bester Amour fou-Tradition und purzeln in einen Albtraum aus Leidenschaft und Gewalt. Denn Sheila hätte ihrem mächtigen (und reichlich psychopatischen) Yakuza-Ex-Lover vielleicht doch nicht um einen großen Batzen Yen erleichtern sollen, gemeinsame Zukunft hin oder her. Denn der hetzt nun alles was er hat auf die beiden Hard-Boiled-Turteltäubchen und so kommen die zwei genauso wie die Zuschauer bis zum bitter/explosiven Ende nicht mehr zum Atemholen...
Ryuhei Kitamura gilt ja schon seit seinem phänomenal überdreht/intensiven Einstand VERSUS als Regisseur und Auteur, der sein anarchistisches Action- und Gewalt-Kino als eine einzige atemlose Abfolge immer irrsinnigerer szenischer Stakkatos inszeniert. Dass er dabei praktisch immer Form über Inhalt stellt und ziemlich offensichtlich bei sämtlichen Genre-Großmeistern des zeitgenössischen Kinos von John Woo über Robert Rodriguez bis hin zu Russell Mulcahy (HIGHLANDER) plündert, ist ihm oft vorgehalten worden, schmälert aber die Qualität seiner cineastischen Amokläufe nicht im geringsten. Auch LOVEDEATH präsentiert sich als überbordende Zitate-Schatztruhe. Die Story ist dem Manga „69“ von Tsutomu Takahashi entlehnt (oder wahlweise Tony Scotts/Quentin Tarantinos TRUE ROMANCE), die surreal größenwahnsinnige Action könnte von einem Rodriguez auf Crystal Meth stammen, so mancher Dialog würde gerne an Tarantinos Coolness erinnern und schließlich hält auch noch der unberechenbar großartige Geist eines Takashi Miike in Form diverser schillernd/bizarrer Charaktere und gelinde gesagt schrägen Gags Einzug. Und da Kitamura seinem typischen und erzsympatischen Hang zur hemmungslosen Übertreibung wie immer freien Lauf gelassen hat, dauert das wilde Spektakel auch knappe 160 Minuten, bis auch wirklich alles gezeigt, durchgespielt und zerschreddert ist. Purer Eklektizismus, der sich trotzdem so anfühlt wie die Neuerfindung der Dampframme. Reinstes Kino – Tiefgang gibt's in Klagenfurt. (tr)
Erleben Sie LOVEDEATH in seiner ursprünglichen Langfassung von 158 Minuten. Die internationale Fassung ist 30 Minuten kürzer.

 
A man and a woman are together on the 'Chrysalis Day', the fatal day everything in your life will be decided depends on how you spend the day. A violent man holding pure love, Sai and a stunningly beautiful playgirl, Sheila. While Sheila flees with a large sum of money, she is chased by a cool but violent gang, crazy killers and an out of control cop.
No one can stop Sai and Sheila's love runaway. This is a story about an extremely crazy and cool couple. Ryuhei Kitamura returned to independent film field with an even more powerful film than his previous film GODZILLA: FINAL WARS. The original story is written by Tsutomu Takahashi, who worked with Kitamura for ALIVE and SKY HIGH. Shinji Takeda, stared in the film and other brilliant and unique casts take the film to the highest level. The violent erotic comedy dances on the screen one after another. You can't take your eyes off the screen!
Ryuhei Kitamura
Geboren 1969 in Japan. Nach seinem Studium in Australien kehrt er nach Japan zurück und dreht die Independent-Produktionen HEAT AFTER DARK und VERSUS, welcher ihm internationalen Ruhm einbrachte. Danach dreht er ALIVE, ARAGAMI, AZUMI, SKY HIGH und GODZILLA: FINAL WARS, bevor er in Amerika mit der Verfilmung der Clive Barker Geschichte MIDNIGHT MEAT TRAIN sein Debüt in Hollywood feiert. Aktuell arbeitet er an dem Musikfilm BANDAGE über eine Indie-Rockband in den 90ern.
 
 
© Asia Filmfest 2008