Asia Filmfest 2008
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Munich, Oct. 30 - Nov. 9 | Berlin & Hamburg, Nov. 14 - 16, 2008  
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Wong Kar Wai: DAYS OF BEING WILD
A FEI ZHENG CHUAN
Drama
Hongkong 1990 · 94 Min. · Regie: Wong Kar Wai
Darsteller: Leslie Cheung, Maggie Cheung, Andy Lau u.a.
Weltvertrieb: Fortissimo Films · Verleih: Alamode Film
35mm · OmdU · Erstaufführung
Filmtrailer

Wong Kar Wais untrügliches Gespür für magische Bildkompositionen blitzt erstmals in diesem ambitionierten, in den 60er Jahren spielenden Frühwerk auf. Und für seinen existentialistischen, an die französische Nouvelle Vague erinnernden Liebesreigen versammelte der chinesische Regiekünstler die schauspielerische Crème de la Crème des HK-Kinos.
York (Leslie Cheung) ist ein arroganter Playboy, dessen einziger Lebensinhalt darin bestehet, Frauen zu verführen – nur um sie im nächsten Moment wie eine heiße Kartoffel fallen zu lassen. Einer seiner Opfer ist die naiv-schüchterne Verkäuferin Su Li Zhen (Maggie Cheung). Sie will ihr Schicksal nicht akzeptieren und wartet jede Nacht geduldig vor seiner Haustür; ein Nachtwächter (Andy Lau) wird auf sie aufmerksam und tröstet sie. Auch ihre Nachfolgerin, die hysterische Nachtclubtänzerin Lulu (Carina Lau) scheint für York nicht mehr als eine beliebige Affäre zu sein. Im Grunde ist York, der bei einer Edelprostituierten aufwuchs, nur daran interessiert, seine leibliche Mutter zu finden. Alle Spuren führen auf die Philippinen. Er macht sich auf eine Reise, die nicht nur sein Leben nachhaltig verändern wird...
Wie in seinen Spätwerken IN THE MOOD FOR LOVE oder 2046 spielt die äußere Handlung hier kaum eine Rolle. Die hochästhetischen Regen-Nachtbilder von Kamera-Ass Chris Doyle, der stimmige Rumba-Jazz-Sound und die geschliffenen Dialoge illustrieren kongenial die schwül-erotische Atmosphäre von DAYS OF BEING WILD. Um Sehnsucht, Weltschmerz und auch Sinnsuche dreht es sich bei den um sich selbst kreisenden Figuren, deren Gefühle Wong Kar Wai mit jedem Bild für den Zuschauer spürbar macht. Allein die geniale Eröffnungs-Kennenlern-Szene ist den Eintritt wert. (fk)
DAYS OF BEING WILD ist für Zuschauer ab 12 Jahren freigegeben.

 
In his first hypnotic backward glance at Hong Kong in 1960, Wong Kar Wai follows its half dozen characters through their individual searches for intimacy. York was abandoned in his childhood, and spent much of his youth drifting from one friendship to the next, in the hope of discovering the identity of his birth mother. Though his foster mother is aware that she moved to the Philippines, she refuses to tell York. Yet, thanks to one of his lovers, he discovers her location and decides to uncover the truth once and for all...
 
 
© Asia Filmfest 2008