Asia Filmfest 2008
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Munich, Oct. 30 - Nov. 9 | Berlin & Hamburg, Nov. 14 - 16, 2008  
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DACHIMAWA LEE
Hyper-Action-Comedy
Südkorea 2008 · 99 Min. · Regie: Ryoo Seung-wan
Darsteller: Lim Won-hee, Kong Hyo-jin, Park Si-yeon u.a.
Weltvertrieb: Showbox · Verleih: Splendid Film
HD-Projektion · OmeU · Deutschlandpremiere
Website | Filmtrailer

Korea in den unseligen Zeiten als Japanischer Puppenstaat Manchukuo. Agent Lee soll den Staatsschatz des legendären Goldenen Buddhas wiederbeschaffen. Seine brisante Mission endet denkbar ungünstig: Nicht nur, dass sich die Statue weiterhin in dubiosen Händen befindet, auch seine flotte Partnerin kommt ihm abhanden. Schnell wird klar, dass ein Verräter in den eigenen Reihen agiert. Lee sinnt auf Rache und setzt sich zum Ziel, die Hintermänner des sinistren Plots zu Fall zu bringen und besagte Statue zu befreien. Das verschlägt ihn bis in die ferne Schweiz.
Zehn Jahre nachdem Koreas Regiewunder Ryoo Seung-wan (CITY OF VIOLENCE, CRYING FIST, ARAHAN, NO BLOOD NO TEARS, DIE BAD) mit seinem Internet-Kurzfilm DACHIMAWA LEE seiner Filmkarriere eine Initialzündung verpasste, walzt er die Geschichte um den kleinwüchsigen Möchtegern-Bond Lee (Lim Won-hee) nun zum Leinwand sprengenden Action-Comedy-Kracher aus.
Hatte der Webshortie schon „Kult“ als Schlagwort für sich reserviert, zeigt Seung-wan nun, welche Fingerfertigkeiten er sich in der letzte Dekade angeeignet hat. Seit jeher ein Meister der Sezierung des Actiongenres, schmettert er nun einen verwegenen Kracher aufs Parkett, der nicht von ungefähr zum diesjährigen koreanischen Sommer-Blockbuster avancierte. Das Faible für die trashigen und bunten B-Movie-Reißer aus der Kindheit des Regisseurs, mit ihrem überdrehten Machoismus, poppiger Ästhetik und hanebüchenen Plots, dringt aus jeder Pore dieser Agentenparodie. Die Genialität des südkoreanischen Regiederwischs zeigt sich dann, wenn er diese Versatzstücke – von lässiger Siebziger-Optik bis hin zu schräger Synchronisation – zu einem extravaganten Spaßpaket schnürt. Hier bleibt selbst der Ami-Konkurrenz die Luft weg, denn Seung-wan vermengt Klischee und Kult, zitiert Jackie Chan, die Shaw Brothers, Italo-Western und JAMES BOND 007, vollführt dabei satirische Roundhousekicks, holt noch eine Handvoll koreanischer Topstars ins Boot und zaubert als Ergebnis eine unvergleichliche Action-Comedy aus dem Zylinder, die jedem Zuschauer ein breites Grinsen ins Gesicht zementiert. (gm)

 
Trim and neat, a bit on the plump side, extravagant and laughably solemn, that’s Dachimawa Lee, a legendary Korean spy, patriot and impossible sexsymbol, whose name is the title for Ryoo Seungwan’s new movie. The coming-out of a project that the director of THE CITY OF VIOLENCE did for Internet a few years ago, DACHIMAWA LEE comes to the big screen as a tremendous adventure comedy, absurdist in its own universe, which must be translated as a love letter to the genre movies its maker passionately savored since he was a little child. A respectful parody of action movies and a sentimental journey to an unrepeatable era. (Sitges - International Film Festival of Catalonia)
Ryoo Seung-wan
Geboren 1973 in Südkorea. Bruder des bekannten Schauspielers Ryu Seung-beom (ARAHAN). Auf seine ersten Spielfilme DIE BAD und NO BLOOD, NO TEARS erhält er großartige Reaktionen und durch seine weiteren Arbeiten ARAHAN, CRYING FIST und THE CITY OF VIOLENCE gilt er als einer der größten Hoffnungen des südkoreanischen Kinos. DACHIMAWA LEE basiert auf einem Low-Budget- Kurzfilm, der nicht nur in Korea als Kultfilm zählt.
 
 
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