Keine Frage, spätestens nach ONG-BAK sind
nicht nur Tony Jaa und sein Mentor Panna
Rittikrai jedem ernsthaften Martial Arts-Fan ein Begriff,
auch ihre Heimat Thailand erhielt die verdiente
Anerkennung als Filmstandort. Unter Regie von Prachya
Pinkaew, der mit ONG-BAK und TOM YUM
GOONG bereits seine Visitenkarte ablieferte, dürfen
wir in CHOCOLATE das Debüt einer ebenso zierlichen
wie schlagkräftigen Newcomerin bewundern:
Die in klassischem Taekwondo ausgebildete JeeJa
Yanin glänzt mit ihrer unglaublichen Vielseitigkeit
und Akrobatik als neuer Stern am Martial Arts-Himmel.
In CHOCOLATE nähert sie sich als autistisches
Mädchen Zen dem Kampfsport autodidaktisch. Ihre
Eltern Zin (Ammara Siripong), Mitglied der thailändischen
Mafia, und Masashi (Hiroshi Abe), japanischer
Yakuza, mussten auf Geheiß des
Syndikatbosses Number 8 (Pongpat Wachirabunjong)
einst voneinander lassen; Zen wächst unter
der liebevollen Obhut ihrer Mutter auf. Als Zin jedoch
eine teuren Chemotherapie benötigt, für die
der kleinen Familie die nötigen Finanzen fehlen,
macht sich Zen gemeinsam mit ihrem einzigen
Freund Moom (Taphon Phopwandee) auf, um die
ausstehenden Schulden ihrer Mutter einzutreiben.
Diese Entscheidung führt nicht nur zu zahlreichen
Auseinandersetzungen mit zahlungsunwilligen
Schuldnern, sondern letzten Endes auch zur Konfrontation
mit Mafiaboss Number 8 und dessen
Schergen.
Was Pinkaew und Yanin hierbei abliefern, ist vorzügliches,
schlagkräftiges Actionkino, das erneut vor
Augen führt, dass sämtliche Wire-Fu- und CGI-Effekte
im Angesicht von Yanins beeindruckender
Akrobatik und Körperlichkeit verblassen. Da wird
Thai-Ikone Tony Jaa ebenso behände zitiert wie
Jackie Chan zu seinen besten Zeiten, Jet Lis FONG
SAI-YUK oder Meister Bruce Lee. Vor allem in der
zweiten Hälfte lässt CHOCOLATE kaum Zeit zum
Luftholen und bombardiert den Liebhaber des Martial
Art-Kinos mit wahrhaft denkwürdigen Choreographien
und brennt ein wahres Kampfkunstfeuerwerk
ab. Wichtiger Hinweis: Unbedingt den
Abspann anschauen, in dem schmerzhaft vor
Augen geführt wird, wie gefährlich Stuntarbeit in
einem thailändische Martial Arts-Film sein kann.
(gm)
CHOCOLATE ist für Zuschauer ab 16 Jahren freigegeben.
From the makers of ONG-BAK and TOM YUM
GOONG comes the new no stunt-doubles action
sensation.
Zin was once a prominent member of the most
feared mafia gang in Thailand and mistress to its
notorious leader, the ruthless Number 8. Now suffering
from leukemia, the only way to raise money
for treatment is for her daughter, Zen, to seek out
her old underworld contacts and collect aged
debts. Blessed with an incredible ability to mimic
the fighting moves of her favourite action heroes,
Zen proves an awesome match for those who
stand in her way. However, when Number 8 decides
that the money belongs to him, Zen is faced
with a full-on battle for survival.
Starring Asia’s new female action superstar JeeJa
Yanin (who spent 2 full years in training); Chocolate
contains some of the most breathtaking set
piece action scenes you will see this year!
Prachya Pinkaew
Geboren 1962 in Thailand.
Präsident der Thai
Film Directors' Association
und Chef der Produktionsfirma
Baa Ram Ewe.
Gilt als Mentor und Entdecker
von Tony Jaa und
drehte mit diesem als Regisseur
ONG-BAK sowie
TOM YUM GOONG. Als
einer der einflussreichsten Produzenten Thailands
zeichnet er sich u.a. auch für BORN TO FIGHT, 13
BELOVED und SICK NURSES verantwortlich.