Der einsame, ehrlose Schwertkämpfer Nanashi,
der dem Kämpfen eigentlich abgeschworen
hat und der Knabe Kotaro begegnen und
verbünden sich wider Willen zu einer ebenso blutigen
wie spirituellen Odyssee durch ein unterdrücktes,
ausgeblutetes Land. Denn die beiden werden
nicht nur von den übermenschlichen Häschern des
Ming-Kaisers verfolgt, sondern auch von den Phantomen
und Albträumen ihrer eigenen Vergangenheit.
Nur indem sie wieder eins mit sich selbst
werden, können sie ihre übermächtigen und grausamen
Gegner überwinden...
SWORD OF THE STRANGER ist nichts weniger als
der stilvollste, fesselndste und intensivste Anime seit
langem – und das nicht nur was das Subgenre der
Samurai-Action angeht. Im Gegensatz zu vielen anderen
epischen Animes erzählt Regisseur Masahiro
Andô eine vergleichsweise klare, lineare Story, ohne
die sonst oft üblichen ausufernden Sub- und
Neben-Plots und auch die emotionalen, psychologischen
und spirituellen Aspekte der Geschichte
bleiben für uns Gaijin jederzeit nachvollziehbar. Was
aber SWORD OF A STRANGER so herausragend
macht, ist in erster Linie seine fantastische Gestaltung.
Und hier ist tatsächlich jeder filmische Aspekt
hervorzuheben. Die Animationen der Charaktere
und Hintergründe sind liebevoll und wunderbar detailreich,
die Dramaturgie schlüssig und bewegend,
der Schnitt abwechslungsreich und immer stimmig,
die (originalen) Sprecher absolut überzeugend.
Man wird wirklich hineingesaugt in diese ebenso
düstere wie kathartische Geschichte und könnte
glatt vergessen einen „klassischen“ Trickfilm zu
sehen, wenn da nicht diese unglaublichen Kampf-Choreographien ständig die Grenzen des Machbaren
im Realfilm (CGI hin oder her) überschreiten
würden. Und dies ist natürlich ein Film für Erwachsene,
denn die Brutalität des gezeigten ist (erfreulicherweise)
beträchtlich, aber immer motiviert. Und
die artifizielle Schönheit der Bilder kreiert eine ganz
eigene Poesie. Die einzige Referenz die sich hier
noch anbietet ist der 93er Meilenstein NINJA
SCROLL. SWORD OF THE STRANGER ist wirklich so
gut. (tr)
SWORD OF THE STRANGER is Masahiro Andô’s
debut as the director of a historical action animation
set in feudal Japan five hundred years ago revolving
around the friendship between two people
with tragic pasts, a fiercely powerful warrior “No
Name” (Ronin) who has vowed to give up his
sword and a “boy” who has lost his parents and
has a contract out on his life. (Anime Expo)
Hunted by the Mings from China, young Kotaro
and his dog meet a nameless samurai (“Nanashi”)
who is constantly being haunted by dreams of the
past which lead him to seal his sword. Among the
Mings is a fiercesome Western fighter named
Rarou, who desires only to find a worthy opponent.
When both groups clash with a Sengoku-era feudal
lord, a proud general, and monks torn between
faith and survival, the reason behind the Mings'
pursuit tests the bond between Kotaro and Nanashi.
(Sci-Fi-London Oktoberfest)
Masahiro Andô
Geboren 1967 in Japan.
Seine beeindruckende
Karriere als Animationskünstler
umfasst u.a.
GHOST IN THE SHELL,
NEON GENESIS EVANGELION,
JIN ROH, ROBOTIC
ANGEL und COWBOY
BEBOP: THE MOVIE.
SWORD OF THE STRANGER
ist sein langerwartetes
Regiedebüt.