Asia Filmfest 2008
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München, 30. Okt. - 9. Nov. | Berlin & Hamburg, 14. - 16. Nov. 2008  
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DREAM
BI-MONG
Drama
Südkorea 2008 · 93 Min. · Regie: Kim Ki-duk
Darsteller: Joe Odagiri, Lee Na-young, Zi-a u.a.
Weltvertrieb: Showbox
35mm · OmeU · Deutschlandpremiere
Filmtrailer

In der Heimat umstritten, international gefeiert. Das Schicksal von Koreas bemerkenswertestem Regieexport Kim Ki-duk setzt sich auch mit seinem neusten Film DREAM fort. In Südkorea wurde diese behutsam aufbauende Liebesgeschichte von den Behörden mit einer Freigabe ab 18 Jahren versehen; aber nicht Gewalt oder freizügige Szenen wurden beanstandet, sondern die Unverständlichkeit des Films. Ein wenig verwunderlich, besonders in Anbetracht dessen, dass Kim ganz gewollt einen Zustand zwischen Realität und Traum, zwischen Illusion und Wirklichkeit heraufbeschwört: Jin, gespielt vom japanischen Ausnahmetalent Joe Odagiri (SHINOBI, ADRIFT IN TOKYO), hat einen Alptraum, in dem er einem schrecklichen Autounfall beiwohnt. Als er nach seinem Erwachen den Unglücksort aufsucht, muss er feststellen, dass sich dort tatsächlich ein Unfall mit Fahrerflucht ereignet hat. Die Polizei findet schnell die verdächtige Fahrerin, ein junge Frau namens Ran (Lee Na-young). Diese weist jedoch jegliche Verantwortung von sich, behauptet, sie habe geschlafen und wäre nicht in der Nähe des Unfallortes gewesen. Der Verdacht, dass Ran schlafwandelnd den Unfall verursacht hat, erhärtet sich. Jin will die Schuld auf sich laden, glaubt er doch, dass eine direkte Verbindung zwischen ihm, Ran und den seltsamen Ereignissen besteht.
Die Polizei bleibt verständlicherweise skeptisch und verhaftet die junge Frau anstelle Jins. Die Verbindung zwischen Jin und Ran bleibt jedoch bestehen, denn alles was Jin träumt, führt Ran unbewusst während ihres Schlafes aus.
In meditativen Bildern widmet sich Kim Ki-duk einem seiner Paradethemen, dem scheinbar unauflösbaren Paradox der Liebe zwischen Mann und Frau und den damit verbundenen Abhängigkeiten und Enttäuschungen. Als Gegenstück zu den träumerischen Aufnahmen, gebrochen durch die Gewaltexplosionen des Unfalls, wartet der Regisseur mit der emotionalen Wucht der Beziehung zwischen seinen Protagonisten auf und entwirft ein Geflecht aus versteckten Wünschen, Hoffnungen und sich widerstrebenden Gefühlswallungen. Das Ergebnis ist meisterhaftes, hypnotisches Kino, wie auch nicht anders zu erwarten von diesem famosen Magier des Kinos. (gm)

 
From the prestigious Korean director Kim Ki-duk, author of THE ISLE, 3-IRON, SPRING, SUMMER, FALL, WINTER… AND SPRING and TIME. Jin (Joe Odagiri) wakes up from a nightmare of a traffic accident on the way to his ex-girlfriend’s home. The dream drives him to the very spot and stumbles upon an aftermath of an accident, which unfolded in the same way as his dream. He follows the police to the suspect’s home and watches Ran (Lee Na-young) deny the hit-and-run accusation since she was asleep the entire night. Jin explains his dream to the police and asks to be charged instead. The police dismiss him and arrest Ran. Jin is convinced that there’s an unexplainable connection between the two. He discovers that when he dreams, Ran unconsciously acts out his dream while sleeping. (San Sebastian International Film Festival)
Kim Ki-duk
Geboren 1960 in Südkorea. Nach einem Kunststudium in Paris gewinnt er 1993 einen Drehbuchpreis
und dreht 1996 seinen Debütfilm CROCODILE.
2004 gewinnt er Preise mit SAMARIA auf der Berlinale und mit BIN-JIP in Venedig; seitdem gilt er
als einer der wichtigsten Arthouse-Regisseure unserer Zeit. Seine letzten Filme TIME und BREATH wurden auf das Cannes Film Festival eingeladen. Zu seinen weiteren Werken zählen THE ISLE, SPRING, SUMMER, FALL, WINTER... AND SPRING, SAMARIA und THE BOW.
 
 
© Asia Filmfest 2008